

Präsident Ulrich Gutting freute sich über die zahlreichen Gäste und betonte in seiner Begrüßungsrede, dass die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung – etwa flexiblere Arbeitszeiten und längeres Arbeiten über das Rentenalter hinaus – zwar erste Schritte seien, aber die eigentlichen Ursachen des Arbeitskräftemangels nicht adressierten. Er kritisierte, dass es nach wie vor keine durchdachten Konzepte gebe, um den demografischen Wandel wirksam zu begegnen oder die Betreuungssituation in Pflege und Kitas grundlegend zu verbessern. Gerade Letzteres sei entscheidend, um mehr Menschen – vor allem Frauen – eine volle Berufstätigkeit zu ermöglichen. Gutting warnte davor, auf Fachkräfte aus der EU zu setzen, denn auch dort sei der demografische Wandel längst Realität. Dass inmitten einer Rezession bereits 700.000 Stellen unbesetzt seien, sei ein deutliches Warnsignal – die Frage sei, wie die Wirtschaft aufholen solle, wenn die Menschen dafür fehlen.

Die Moderatorin und Medientrainerin Anja Lange führte charmant und professionell durch das Programm.

Keynote-Speaker Sebastian Dettmers, CEO von The Stepstone Group, beschönigte in seiner Rede nichts: Ohne mutige Entscheidungen drohe Deutschland die „Arbeiterlosigkeit“ mit sinkender Produktivität. „Wir brauchen wieder einen „German Dream“ der uns in die Zukunft führt, uns Sinn und wohlstandsbringende Innovationen beschert.“ Nostalgische Träumereien, die uns in der Vergangenheit gefangen hielten, wären nicht die Lösung.

Auch das Publikum nutzte engagiert die Gelegenheit, um kritische Nachfragen zu stellen und eigene Perspektiven auf die Herausforderungen des Arbeitsmarkts einzubringen.

Dr. Rüdiger Maas vom Institut für Generationenforschung sezierte in seinem Impulsvortrag die Bedürfnisse der jungen Generation und legte dabei den Finger – mitunter auch humorvoll – in so manche Wunde. Die jungen Menschen seien überfordert mit dem Überangebot, dass ihnen die Volldigitalisierung biete. „Etwa 99,7 Prozent der jungen Menschen haben ein Smartphone, mit dem sie mindestens 4 bis 12 Stunden täglich online sind.“ Und da Eltern die größten Fans ihrer Kinder seien, würden sie überbehütet und stünden oft kritiklos im Mittelpunkt. Eine Herausforderung für Arbeitgeber, denn sie müssten Begehrlichkeiten wecken und über gute Führungspersönlichkeiten verfügen. „Denn – junge Menschen hinterfragen Ältere sehr viel mehr als sich selbst.“

Selbst das Publikum fühlte sich immer wieder durch die anschaulichen und humorvoll vorgetragenen Beispiele des Generationenforschers „ertappt“.

Im Panel mit Mara Benz, CFO Walter Knoll, Gregor Riekena, CEO Häfele, den beiden Experten und der Moderatorin Anja Lange wurde deutlich: Theoretisches Wissen bringt nichts, wenn es in der Praxis nicht gelebt wird. Es ist enorm wichtig die Mitarbeitenden mitzunehmen, Sinn zu stiften, gemeinsam die Unternehmensziele zu definieren und sie mit Leben zu füllen.







Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen